Lieber hoch oben in der Luft schweben!

Es ist das größte Projekt, das sie bisher in ihrem Leben „in Szene gesetzt“ hat, sagt Rachel van Balen: der Leuchtturm von Ameland. ,,Ein Objekt, das die Fantasie beflügelt.’’ Auf dem Leuchtturm war einen Monat lang ihr besonderes Gemälde zu sehen. Dafür gab es schon öffentliches Interesse, als sie noch an der Arbeit war. ,,Von der Gondel aus sah ich die Leute unten in den Dünen hinaufschauen. Bei jedem Wetter, das war wirklich toll.’’

Bevor sie damit begann, hatte sie keine Idee, wie viel Hilfe oder Material sie brauchen würde. Sie wandte sich an verschiedene Hilfstruppen, Familienmitglieder, die ihr zur Seite stehen konnten. ,,Letztendlich war es aber gar nicht so schlimm. Der Maschinist der Hebebühne hat mir fantastisch geholfen. Meine Schwester (die Fotografin), der Leuchtturmwächter, mein Hilfsbruder, die babysittende Oma und Cousine – wir haben uns zu einem starken Team entwickelt.’’

Die ganze Zusammenarbeit hat ,,einen unauslöschlichen Eindruck’’ bei dieser Gruppe hinterlassen. ,,Meine kleine Nichte, die damals eineinhalb Jahre alt war, erkennt ihn auf Bildern und sagt dann ‘Leuchum’.’’

Auch für Egbert Oosterhof von der Firma Hodij Coatings war das Projekt eine besondere Erfahrung. ,,Die Idee ist auf der Terrasse entstanden, während eines Gesprächs mit Pieter Smit. Es ist natürlich ein Projekt ohnegleichen.’’ Oosterhof lernte Rachel kennen und lobt ihre Arbeitsweise. ,,Sie verwendete die bestehenden Streifen als Eichpunkte. Ich war erstaunt, dass sie es in so kürzer Zeit verwirklicht hat.’’

Um ihr Projekt zu ‘vermarkten’, entwarf sie Sticker für bestehende Miniaturleuchttürme. Als man nach einem größeres Modell fragte, stellte sie das her. Sie ist noch mit den letzten zehn Bestellungen beschäftigt. Sie tut dies neben anderen Aufträgen für Wandgemälde, die sie hat, und freier Arbeit, die sie machen will. ,,Durch den Leuchtturm führe ich jetzt auch Gespräche mit dem Eemshotel. Sie möchten, dass ich eine vorübergehende Laufbrücke bemale.’’

Das größte Projekt, das Rachel vor dem Leuchtturm gemacht hatte, war eine Wand in einer Parkgarage. ,,Aber ich schwebe lieber hoch oben in die Luft!’’ sagt sie. Obwohl sie sich davor scheute, sich in die Höhe zu begeben, war es halb so schlimm. ,,Ich bin dadurch viel selbstsicherer geworden.’’ Sie traut sich heute, allerlei Arten von Herausforderungen anzunehmen, auch Dinge, die nicht einmal ihr Stil sind. ,,Jetzt mach ich es ganz einfach, und es gelingt mir auch noch!’’

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